Harvester mit elektrischem Radantrieb

 

 

Zwei Dinge haben dazu geführt, das Konzept nach fast 20 Jahren nochmals zur Diskussion zu stellen.

 

Zum einen der hohe Effizienzvorteil elektrischer Antriebe gegenüber den bisher bei mobilen Arbeitsmaschinen verbreitete Hydraulische Antrieb. Durch High-Speed-Komponenten in bestehenden Planetengetrieben konnte die gleiche Leistungsdichte erreicht werden (sh. Forschungsobjekt TEAM „energiesparende Antriebe mobiler Arbeitsmaschinen der TU Karlsruhe bzw. TU Dresden). Die hochgenaue Drehzahlregelung, gepaart mit der einfachen Installation der Stromzuführung gegenüber der hydraulischen Variante mit langen Schlauchleitungen und den damit verbundenen schlechten Wirkungsgrad machen diesen Antrieb bei Radmotoren in Zukunft zur ersten Wahl.

Zweitens, die Vorstellung des HE 50.1 zur Schwachholzernte der Firma Kern Forstmaschinen. Der Oberwagen mit seinem geringen Heckschwenk-Radius, sowie den sonstigen Abmessungen passte ideal zu dem hier vorgestellten Fahrwerk mit der Radspurverstellung. Das schon in der Forst bewährte Konzept des kompletten Oberwagens brauchte somit nur mit dem neuen Radfahrgestell kombiniert werden.

Bei der dargestellten Maschine wurden 8 Räder der Größe 600/55-26.5 verwendet. Die schmalste Maschinenbreite beträgt 3 m. Wenn nur auf einer Maschinenseite die Radpaare gedreht werden, beträgt die Breite 3,30 m.  Werden beide Seiten gedreht erreichen wir eine Maschinenbreite von 3,60 m.

Die Verbreiterung der Maschine am Einsatz ist denkbar einfach. Maschine vom Tieflader fahren, Kran mit Harvesterkopf vorn vor einem der beiden Vorderradpaare absenken, entsprechenden Radarm anheben, um 180 ° drehen und wieder absenken. Wiederholung des Vorganges auf der gleichen Seite, aber hinten. Die Maschinenbreite beträgt jetzt bei diesem Beispiel 3,30 m. Durch die Steuerung der Maschine (Winkelgeber auf allen 4 Lenkungslagern) erfolgt automatisch eine Drehrichtungsänderung des Radantriebes auf der entsprechenden Seite.

Die beweglichen Radarme sind somit zur Drehung der Radpaare zwingend notwendig und dienen nicht nur zum Ausgleich von Geländeunebenheiten.

Hervorzuheben ist auch die enorme Wendigkeit durch die wählbare Radsteuerung von oben. Z.B. Allradlenkung, nur vordere oder nur hintere Lenkung, sowie Hundegang. Bei eine Breite von 3,30 m ist drehen auf der Stelle und querfahren theoretisch möglich und unterstreicht nur die enorme Wendigkeit dieses Konzeptes.

Natürlich könnte die Maschine auch mit der schmalsten Breite von 3,00 m eingesetzt werden. Die Beweglichkeit wäre allerdings eingeschränkt, da der Radeinschlag begrenzt ist.

Wird bei der Konstruktion ein anderer Drehpunkt gewählt so sind natürlich

ach andere Spurvarianten möglich.

z.B.   3,00 m, 3,20 m, volle Breite 3,40 m

oder 3,00 m, 3,40 m, volle Breite 3,80 m

oder  3,00 m, 3,50 m, volle Breite 4,00 m

Grundsätzlich sind immer drei verfügbare Breiten mit der Transportbreite von 3,00 m abrufbar.

 

Abmessungen:

Länge:  8,01 

Breite:  3,00 m,

Höhe:   3,69 m ( inkl. Bodenfreiheit 0,54 m)

Raddimensionen: 8 Räder Größe 600/55-26.5

 

Hauptantrieb:

Dieselmotor mit Generator und Hydraulikpumpen

 

Radantrieb:

Elektrischer Einzelradantrieb Programmgesteuert

 

Kran und Harvesterkopf:

Hydraulischer Antrieb über Pumpen und Steuerventile

 

 

Vorteile des Maschinenkonzeptes

 

Baggeroberwagen auf Radfahrgestell

  • Dieselmotor, Generator, hydraulische Pumpen usw. dienen immer als Gegengewicht zum Hubmoment des Krans

  • Uneingeschränkte Drehung des Oberwagens

  • Sehr gute Sicht auf das Arbeitsfeld

  • Tiefer Schwerpunkt des gesamten Oberteils zwischen den Rädern und nicht oberhalb der Räder

 

Elektrischer Einzelradantrieb

  • Jedes Rad wird exakt mit der Drehzahl betrieben die zum durchfahren eines beliebigen Radius benötigt wird

  • Ideal für die Bodenschonung

  • Bei nur geringem Bodenkontakt kein Durchdrehen eines Rades

  • Kein Zugkraftverlust an den anderen Rädern

  • Unnötiger Schlupf, wichtig für die Bodenschonung, wird vermieden

  • Volles Drehmoment jeden Rades ab Drehzahl 0

 

Konzept der beweglichen Radarme

  • Sehr gute Geländegängigkeit

  • System ausgereift, sh. EcoLog

  • Niedrige Transporthöhe auf Tieflader möglich

  • Installation eines aktiven Stabilitätsprogramms zur Standsicherheit mit Druckregelung in den Zylindern der beweglichen Radarme bei der Aufarbeitung.

 

Lenkungskonzept

  • sehr gute Beweglichkeit durch Drehung der Radpaare von oben

  • alle Lenkungsarten, wie Allrad, nur die vorderen Radpaare, nur die hinteren Radpaare und Hundegang sind möglich

  • bei Ausnutzung der vollen Maschinenbreite ist zusätzlich drehen auf der Stelle sowie Querfahren realisierbar (wird in der Regel nicht benötigt unterstreicht nur die enorme Wendigkeit des Konzeptes)

  • jederzeit abrufbar sind drei Maschinenbreiten; z.B. 3,00 m, 3,30 m, 3,60 m oder 3,00 m, 3,40 m, 3,80 m (abhängig von der Konstruktion bei Festlegung des Drehpunktes der Radpaare)

  • das alles ohne konstruktiven Mehraufwand – nur über entsprechende Software (Lenkungsprogramm)

  • kein konstruktives Neuland, da die Lenkungslager in den verschiedensten Maschinen, wie ‚Containerfahrzeugen, Plattformwagen und Kranauslegern zur Anwendung kommen, sh. flache Schwenktriebe der Firma EMO

  • es steht somit immer eine Transportbreite von 3,00 m zur Verfügung für das befahren öffentlicher Straßen in Deutschland .  Trotzdem sind größere Spurweiten jederzeit zur besseren Standsicherheit bei gleichem Einsatzgewicht der Maschine möglich.

Kontakt

 

Harvest Forsttechnik GmbH

Hauptstraße 5

37127 Niemetal
 

Tel.: 05502.530

Mobil: 0170.521 603 8

Fax: 05502.418 9

E-Mail: harvest [at] t-online [punkt] de

Internet: http://www.harvestforsttechnik.de

Geschäftsführer: Almut Hartig

Sitz der Gesellschaft: Niemetal

Registergericht: Göttingen HRB  112243

USt Ident Nr. DE 115 299 740